ARTERIELLE HYPERTONIE und IHR AUGE

Zu hoher Blutdruck schädigt die Netzhaut

Bluthochdruck (Hypertonie) ist eine Volkskrankheit, von der sehr viele Menschen betroffen sind. Zu Beginn verläuft diese Erkrankung meist unbemerkt und wird oft nur zufällig entdeckt.

Beim Blutdruck handelt es sich um den Druck, der vom Herzen in Zusammenarbeit mit den elastischen Blutgefäßwänden und den sie umgebenden Muskeln in den Blutgefäßen hervorgerufen wird. Dieser sollte sich in einem gewissen Bereich bewegen.

Laut Hochdruckliga liegt der ideale Blutdruck bei 120/80 mmHg. Von Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) spricht man, wenn der Druck in den Arterien krankhaft auf einen oberen (systolischen) Wert von über 140 mmHg und einen  unteren (diastolischen) Wert über 90 mmHg gesteigert ist. Ist er zu niedrig ist man wenig leistungsfähig, sieht verschwommen oder es wird gar “schwarz vor den Augen”. Ist er zu hoch, kommt es zu Schäden an den Blutgefäßen.

NETZHAUTKONTROLLE

Warum ist sie so wichtig?

Das Auge ist die einzige Stelle im Körper, an der man den Zustand der feinsten Blutgefäße begutachten kann. Hier kann man ohne Skalpell oder Endoskop in Ihren Körper schauen.

Wenn wir ein Netzhautbild erstellen, sind viele Veränderungen erkennbar, wie z. B. eine Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Anhand des sogenannten Arterien-Venen-Verhältnisses lässt sich sogar ein potenzielles Herzinfarktrisiko ableiten. Somit haben viele dieser Ergebnisse sogar mehr Bedeutung für einen Facharzt für Innere Medizin und den Allgemeinmediziner, als für einen Augenarzt.

BLUTHOCHDRUCK

Was bewirkt dies am Auge?

Ein zu hoher Blutdruck äußert sich in vier verschiedenen Stadien:

Die Venen, die das Blut aus dem Auge abtransportieren, weiten sich. Die Arterien, die frisches Blut ins Auge bringen, verengen sich hingegen. Durch den erhöhten Blutdruck steigt ebenso minimal der Augeninnendruck, was wiederum den Abfluss des Blutes aus dem Auge verhindert,

Auf der Netzhaut überkreuzen sich Arterien und Venen an bestimmten Stellen. Durch den erhöhten Druck können sich die Gefäße gegenseitig abpressen. Es entsehen sogenannte Kreuzungszeichen. Die Gefäße verengen sich dadurch sanduhrförmig. An diesen Engpässen kann das Blut nicht mehr ungestört durch die Gefäße fließen. Die ersten Netzhautstellen zeigen Unterversorgungserscheinungen.

In dieser Phase treten Blutungen auf. Fette und andere Blutbestandteile treten aus den Blutgefäßen aus und lagern sich auf der Netzhaut ab. Oftmals kommt es sogar zu einer Schwellung an der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens. Das Sehen wird verschwommen und Gegenstände wirken verbogen oder verzerrt.

In seltenen Fällen kann es, vor allem bei stark schwankenden Blutdruck, zu Schwellungen am Sehnervenkopf kommen. Dies führt dann zu massiven Sehstörungen.

WAS KÖNNEN SIE SELBST TUN?

Eine ideale Einstellung des Blutdrucks über den ganzen Tag ist sehr wichtig. Nicht nur zu hoher, sondern auch zu niedriger Blutdruck ist schädlich.

Deshalb ist auch bei laufender medikamentöser Therapie eine Selbstkontrolle des Blutdrucks zu verschiedenen Tageszeiten notwendig. Die Messergebnisse sollten Sie dann mit Ihrem betreuenden Arzt besprechen.

Durch regelmäßigen Ausdauersport (z. B. drei Mal die Woche) können Sie den Blutdruck signifikant senken. Autogenes Training und andere Entspannungsverfahren helfen Ihnen, in Krisensituationen ruhiger zu bleiben. Die Ernährung sollte nicht zu salzhaltig sein. Übergewicht verschlimmert die Situation, daher sollte ein Normalgewicht angestrebt werden. Weitere gefäßschädigende Erkrankungen (Diabetes, hoher Cholesterinspiegel) müssen ebenso behandelt werden.

Um Schädigung am Auge zu erkennen ist eine regelmäßige Kontrolle der Netzhaut ist sinnvoll. Eine Verlaufskontrolle können wir mit unserer modernen Netzhautkamera vornehmen.

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Sprechen Sie uns an. Wir werden Ihre Fragen kompetent und mit viel Zeit beantworten. Wir beantworten gerne alle Fragen. Vor allem erstellen wir gerne Verlaufskontrollen in Begleitung mit Ihrem Internisten.

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Wichtiger Hinweis!

Unsere optometrische Untersuchung erweitert die normale Augenglasbestimmung um ein umfangreiches Vorsorge-Screening. Dazu zählen u.a. eine Überprüfung des vorderen und hinteren Augenabschnitts sowie des gesamten visuellen Systems.

Unser Ziel ist es neben möglichen  Sehfehlern auch eventuelle Auffälligkeiten am Auge zu erkennen, welche einer zusätzlichen fachärztlichen Untersuchung bedürfen. Das umfasst ggf. auch ein Screening bezüglich möglicher Risikofaktoren für ein Glaukom (Grüner Star).

Sollte eine zusätzliche fachärztliche Untersuchung ratsam sein, erstellen wir ggf. einen Kurzbericht für den eventuell notwendigen Facharztbesuch.*

*Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass eine optometrische Untersuchung nicht mit einer augenärztlichen Untersuchung verwechselt werden darf und eine solche im Einzelfall auch nicht ersetzt.